May-Ayim-Ring Münster

Ein antirassistischer Verein

May-Ayim-Ring statt Kaiser Wilhelm

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Online-Unterschriftensammlung zur Umbenennung

Der May Ayim Ring Münster fordert gemeinsam mit Vamos, dem Arbeitskreis Afrika (AKAFRIK) und den Zugvögeln Münster die Umbenennung des Kaiser-Wilhelm-Rings in May-Ayim-Ring. Die Mitgliederversammlung des May Ayim Ring hat beschlossen einen Bürger*innenantrag an den Oberbürgermeister sowie den Bezirksbürgermeister in Münster-Mitte zu stellen, mit dem die Umbenennung beantragt wird. Der Antrag kann hier heruntergeladen werden.

Die Stadt Münster beschließt, den Straßennamen Kaiser-Wilhelm-Ring durch den Namen May-Ayim-Ring zu ersetzen.

GO24-Antrag

Der Straßenname Kaiser-Wilhelm-Ring, wie übringens auch der Name der hiesigen Universität, muss aus Sicht der Antragsteller*innen aus dem Stadtplan in Münster verschwinden. Im Antrag wird dies wie folgt begründet: „Die Alfredstraße von 1890 wurde im Jahr 1900 nach dem damals regierenden deutschen Kaiser Wilhelm II. benannt, der 1907 Münster besuchte. Nach der Entlassung des Reichskanzlers Bismarck betrieb Kaiser Wilhelm eine aggressive, expansionistische Politik mit dem Versuch den Kolonialbesitz Deutschlands auszubauen. In Verantwortung von Kaiser Wilhelm II. wurden brutale Kolonialkriege in Asien (Boxeraufstand 1901/02 in China) und Afrika (Völkermord an den Herero und Nama 1904/05 im heutigen Namibia, Maji-Maji-Aufstand 1905 bis 1907 in Ostafrika) geführt, deren menschenverachtende Richtung Kaiser Wilhelm II. in seiner „Hunnenrede“ von 1900 vorgegeben hatte. Zudem zeigte der letzte deutsche Kaiser eine antisemitische Grundhaltung.“

May Ayim wuchs in Münster auf

Die deutsche Dichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung, May Ayim (1960 – 1996) wuchs bei ihren Adoptiveltern in Münster auf und legte 1979 an der Friedensschule ihr Abitur ab. 1986 war Ayim Gründungsmitglied der Initiative „Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland“. Sie hatte Kontakte zu Vertreterinnen der internationalen schwarzen Frauenbewegung.

May Ayim wehrte sich in Vorträgen und in ihren Gedichten gegen rassistische Diskriminierung. Dabei ging es ihr um ihre alltäglichen Erfahrungen von Ungerechtigkeit und Dummheit. So deckte sie insbesondere den beleidigenden Charakter von Bezeichnungen wie N***, Mischling oder Besatzungskind auf. In der Veröffentlichung „Farbe bekennen“ schrieb sie: „Ich wuchs mit dem Gefühl auf, das in ihnen steckte: beweisen zu müssen, dass ein ‚Mischling‘, ein ‚N***‘, ein ‚Heimkind‘ ein vollwertiger Mensch ist.“ Im Gedicht „deutschland im herbst“ zog sie 1992 eine Verbindung von der „Kristallnacht“ im November 1938 zum tödlichen Überfall auf Amadeu Antonio im November 1990 und schloss mit den Worten „mir graut vor dem winter“. Ab 1992 publizierte sie unter dem Namen May Ayim. 1995 veröffentlichte sie die Gedichtsammlung „blues in schwarz weiß“.

Pionierin der kritischen Weißseinsforschung

May Ayim gilt auch als eine der Pionierinnen der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. Sie schrieb nicht nur politische und sozialkritische Werke sondern auch Liebeslyrik.

Die Zustimmung der Stadt zur Straßenbenennung nach der radikalen Dichterin und sanften Rebellin May Ayim würde sicherlich große positive Wirkung in der und für die Stadt entfalten, sind die Antragsteller*innen sicher.

„Münster sollte mit einem May-Ayim-Ring ein klares Zeichen gegen Rassismus, für Internationalität und gegen großdeutschen Nationalismus setzen.“

Werner Szybalski, Co-Sprecher May Ayim Ring Münster

Der Bürger*innen-Antrag soll vom Verein „May-Ayim-Ring Münster” erst offiziell eingereicht werden, wenn mindestens 1000 Unterstützer*innen-Unterschriften vorliegen. In den nächsten Wochen sollen mit Papierlisten (Download zum Ausdrucken und Sammeln hier) und über diese Webseite Unterstützer*innen (Privatpersonen und auch Firmen, Geschäfte, Vereine und andere Institutionen) für die Umbenennung in May-Ayim-Ring gewonnen werden. Eine Unterzeichnung ist auf dieser Webseite (unten) sowohl für Privatpersonen als auch für Vereinigungen, Gruppen, Firmen und sonstige Institutionen möglich.

Der zu unterstützende Antrag im Wortlaut: „Die Stadt Münster beschließt, den Straßennamen Kaiser-Wilhelm-Ring durch den Namen May-Ayim-Ring zu ersetzen.“

Ja, ich unterstütze als Privatperson den GO-Antrag May-Ayim-Platz statt Danziger Freiheit:

Ja, wir unterstützen als Institution den GO-Antrag May-Ayim-Platz statt Danziger Freiheit:

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