May-Ayim-Ring Münster

Ein antirassistischer Verein

Veranstaltung „Strukturen des Rassismus“ fällt aus

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Besuch von Dr. Natasha A. Kelly beim May-Ayim Ring soll nachgeholt werden

Aufgrund des heutigen Bahnstreiks kann Frau Kelly nicht nach Münster reisen. Die Veranstaltung heute nachmittag fällt aus. Sie soll möglichst bald nachgeholt werden.

Dr. Natasha A. Kelly (Foto: Johanna Ghebray)

Dr. Natasha A. Kelly ist beim May-Ayim-Ring Münster in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel (Schulstraße 45 in 48149 Münster) zu Gast. Die Soziologin und aktuelle „Frauenringsfrau 2021“ wird zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe „Black Lives Matter – auch in Münster?“ am Montag, dem 23. August, um 16 Uhr in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel vortragen und mit den Teilnehmer*innen diskutieren. Natasha Kelly ist eine der prominentesten Vertreterinnen für die umfassende Anerkennung der Schwarzen Menschen in Deutschland.

Wissen aus schwarzer Perspektive

Kelly beschäftigt sich mit Black Studies und hat den Sammelband „Schwarzer Feminismus“ herausgegeben. „Es geht darum, Wissen aus schwarzer Perspektive zu generieren“, sagte die Wissenschaftlerin im Deutschlandfunk: „Was in Deutschland fehlt, ist die Betrachtung deutscher Geschichte aus einer schwarzen Perspektive.“ Dabei gehe die Geschichte schwarzer Menschen in Deutschland bis ins 11. Jahrhundert zurück. „Es gibt eine sehr lange deutsche schwarze Geschichte“, sagt Kelly, „in Deutschland herrscht aber immer noch die Vorstellung, dass Deutsche weiß sind.“

Der May-Ayim-Ring setzt sich für die Benennung einer Straße in Münster nach der vor 25 Jahren verstorbenen Lyrikerin und „sanften Rebellin“ May Ayim ein, die in Münster aufwuchs und an der Friedensschule ihr Abitur baute. Da seit den Zeiten von May Ayim im Münsterland sich die Situation für Schwarze und People of Color nicht wesentlich verbessert hat, was Dr. Natasha A. Kelly für ein strukturelles Problem hält, versucht der May-Ayim-Ring durch eine Veranstaltungsreihe, die Frau Kelly eröffnet, eine Diskussion in der Stadtgesellschaft Münsters zu entfachen, damit die gesamtgesellschaftliche Verpflichtung Münsters zum Eintritt gegen jegliche Ausgrenzung und Diffamierung in der durch unversalistische*s Erbe und Gegenwart geprägten Stadt deutlich wird. In der mit „fight racism“ untertitelten Veranstaltungsreihe werden unter anderem Millay Hyatt (30. September), Otto Addo (6. Oktober), Florence Brokowski-Shekete (6. November) und Sulaiman S.M.Y. Addonia (18. November) in Münster zu Gast sein.

Der Teilnehmer*innenbeitrag für die Veranstaltung mit Frau Kelly beträgt 10 € (ermäßigt 5 €). Beim Zutritt zur Veranstaltung gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Um eine vorherige Anmeldung per Email wird gebeten.

Podcast beim Deutschlandfunk von und mit Natasha Kelly können hier gehört werden.

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