May-Ayim-Ring Münster

Ein antirassistischer Verein

16. Oktober 2021
von werner@szybalski.de
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Rassismuserfahrung eines Spitzensportlers

Trainer Otto Addo besucht May Ayim Ring im Preußen-Stadion

Unter Rassismus leiden in Deutschland alle Menschen, die nicht weiß sind. Selbst prominenten BiPoC erfuhren und erfahren immer wieder diskriminierende Situationen und werden verbal und nonverbal attackiert. Um zu erfahren, wie es gesellschaftlich erfolgreichen Menschen gelang, mit dieser Ausgrenzung (und Abwertung) zu leben, wie sie es trotz dieser prekären Lebenssituation geschafft haben, sich in der weißen Gesellschaft in Deutschland durchzusetzen und welche Strategien und Maßnahmen sie ergriffen haben, um trotz der diskriminierenden Rahmenbedingungen erfolgreich zu sein, hat der May Ayim Ring Münster den erfolgreichen Trainer und früheren Deutschen Fußballmeister (2002 mit dem BVB) Otto Addo eingeladen. Er wird am Mittwoch, dem 27. Oktober, um 19 Uhr im Tribünengebäude des SC Preußen Münster zu Gast sein.

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2. Oktober 2021
von werner@szybalski.de
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Lebhafte Diskussion um „Weißsein als Privileg“

Vortrag und Gespräch mit Dr. Millay Hyatt bei ODAK

In der Veranstaltungsreihe „BLACK LIVES MATTER – auch in Münster?“ des May Ayim Rings war am Donnerstag (30. September) die Berlinerin Dr. Millay Hyatt zu Gast. Die Philosophin, Journalistin und Übersetzerin trug in den Räumlichkeiten von ODAK ihr Essay „Weißsein als Privileg“ vor und diskutierte anschließend mit den Teilnehmer*innen.

Zum Einstieg präsentiere Hyatt drei Beispiel für rassistisches Handeln, die von „Weißen Menschen“, selbst wenn diese sich für antirassistisch halten, kaum als rassistisch wahrgenommen würden. Erst als die Vortragende ein Plakat des „Kinderhilfswerk Plan International“ mit der Aufforderung zur Übernahme einer Patenschaft für ein Schwarzes Kind durch den Austausch des Kinderbildes durch ein blondes Weißes Mädchen veränderte, wurde allen Anwesenden klar, wie selbstverständlich Weiße Menschen Schwarze Kinder mit arm oder hilfsbedürftig gleichsetzen und damit eine unterschwellige rassistische Einstellung zeigen.

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30. September 2021
von werner@szybalski.de
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Erwin-Kostedde-Cup

TG ZöliBad und May Ayim Ring richten interkulturelles Fußballturnier aus

Erwin Kostedde, der erste Schwarze im Dress der deutschen Fußballnationalmannschaft, ist Münsteraner. Seine ersten Fußball-Schritte machte der in Münster-Ost aufgewachsene Kicker auf dem Rasen des SC Münster 08. Der Durchbruch gelang Kostedde beim TuS Saxonia Münster, wo unter anderem Preußen-Legende Felix „Fiffy“ Gerritzen ihn trainierte. Logisch, dass Erwin Kostedde später vom Kanal an die Hammer Straße wechselte und dort erstmals einen Adler auf der Brust trug. In zwei Regionalligaspielzeiten wurde Kostedde 35 Mal eingesetzt und erzielte für den SC Preußen Münster achtzehn Tore.

Sein weiterer Fußballweg führte ihn nach Duisburg, wo er ein Jahr in der Bundesliga für den MSV Duisburg auflief. Weiter ging es zum belgischen Erstligisten Standard Lüttich. 1971 wurde der Münsteraner mit 26 Treffern Torschützenkönig in Belgien.

Seine Rückkehr nach Deutschland führte Erwin Kostedde nach Hessen, wo er großen Anteil am Aufstieg von Kickers Offenbach in die Bundesliga hatte. Er ist bis heute Rekordbundesligatorschütze der Kickers, deren Fans ihm zu Ehren das Fanzi am Bieberer Berg in Offenbach „Erwin“ tauften.

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25. September 2021
von werner@szybalski.de
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May-Ayim-Ring statt Kaiser Wilhelm

Online-Unterschriftensammlung zur Umbenennung

Der May Ayim Ring Münster fordert gemeinsam mit Vamos, dem Arbeitskreis Afrika (AKAFRIK) und den Zugvögeln Münster die Umbenennung des Kaiser-Wilhelm-Rings in May-Ayim-Ring. Die Mitgliederversammlung des May Ayim Ring hat beschlossen einen Bürger*innenantrag an den Oberbürgermeister sowie den Bezirksbürgermeister in Münster-Mitte zu stellen, mit dem die Umbenennung beantragt wird. Der Antrag kann hier heruntergeladen werden.

Die Stadt Münster beschließt, den Straßennamen Kaiser-Wilhelm-Ring durch den Namen May-Ayim-Ring zu ersetzen.

GO24-Antrag

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21. September 2021
von werner@szybalski.de
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Unterschriftensammlung gestartet

Vereinsvorstand komplett gewählt

Der May-Ayim-Ring Münster hat sich als Verein konstituiert und auf der ersten Mitgliederversammlung den kompletten Vorstand gewählt. Die Gründungssprecher*innen Clarissa Naujok und Werner Szybalski wurden einstimmig bestätigt. Zu ihren Stellvertreter*innen wurden Larisa Volodarskaya und Anisrajah Pathmanathan mit dem gleichen Ergebnis gewählt. Mats Reißberg und Pavel Volodarsky wurden zu Beisitzern im Vorstand bestimmt. Kassenprüfer*innen sind Sarah Geselbracht und Wolfgang Bensberg.

Die Sprecher*innen des Vereins May-Ayim-Ring Münster: Anisrajah Pathmanathan (v. l.), Clarissa Naujok, Larisa Volodarskaya und Werner Szybalski. (Foto: Mats Reißberg)

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20. September 2021
von werner@szybalski.de
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Kritisch Weißsein – Weißsein als Privileg

Vortrag und Gespräch mit Millay Hyatt

Rassismus als gesellschaftliches Konstrukt betrifft uns alle, denn wir alle sind Teil dieses ausschließenden Systems: Rassismus begegnet uns in Gesellschaft und Alltag.

Der May-Ayim-Ring Münster beleuchtet das Thema in einer Veranstaltungsreihe aus verschiedenen Blickwinkeln. Wirkt unsere koloniale Vergangenheit bis heute nach? Warum ist die aktive Auseinandersetzung mit Rassismus für unsere Zukunft so wichtig?

„Critical Whiteness“ – ein Ansatz aus der Antirassismus-Bewegung

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6. September 2021
von werner@szybalski.de
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Radikale Dichterin, sanfte Rebellin

Am 9. August 1996 starb die Lyrikerin und politische Aktivistin May Ayim. 25 Jahre später haben ihre Wegbegleiterinnen Ika Hügel-Marshall, Nivedita Prasad und Dagmar Schultz im Münsteraner Verlag Unrast ein Buch mit unveröffentlichten Gedichten von May Ayim, vielen persönlichen Erinnerungen an Ayim – von Familienmitgliedern aus Ghana, den USA und Deutschland und von Mitstreiter*innen und Freund*innen – und zahlreichen Fotos herausgegeben.

Am 8. August feierten rund 150 Personen in Berlin zum 25. Todestag von May Ayim die Veröffentlichung. Phil Hollister hat dieses Ereignis filisch dokumentiert:

15. August 2021
von werner@szybalski.de
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Sisters and Souls 2

Informationen des Orlanda Verlages Berlin:

Zum 25. Todestag von May Ayim – Neue Inspirationen der jungen Generation …

Es ist schon fünf Jahre her, dass die erste Ausgabe des Sammelbandes „Sisters and Souls“ zu Ehren von May Ayim herausgegeben wurde. Seitdem ist viel passiert. Entstanden ist beispielsweise die Empowerment-Theater-Reihe „M(a)y Sister“, die direkt auf der Publikation aufbaut und Community- relevante Themen performativ verarbeitet und auf die Bühne bringt. Der Bedarf an Schwarzen Räumen wächst stetig und mit ihm das Interesse an der afro-deutschen Wissenschaftlerin und Aktivistin. In diesem Jahr gedenken wir mit einer neuen Edition von Sisters and Souls des 25. Todestages von May Ayim, denn ihr Wirken lebt weiter, in ihren Werken und unseren Visionen.

Natasha A. Kelly ist Autorin, Wissenschaftlerin und Künstlerin. Selbst von den Worten und dem Wirken May Ayims geprägt, ist sie bemüht, das Erbe, das May Ayim uns hinterlassen hat, am Leben zu halten und einem jungen Publikum zugänglich zu machen.

„May Ayims Wirken lebt weiter, in ihren Werken und unseren Visionen.“Natasha A. Kelly

Ika Hügel-Marshall, Nivedita Prasad, Dagmar Schultz (Hg.)

May Ayim – Radikale Dichterin, sanfte Rebellin (ISBN 9978-3-944666-93-8, 176 Seiten, Klappenbroschur, € 19,50, Erscheinungstermin: 4. August 2021, Link zur Verlagswebseite

15. August 2021
von werner@szybalski.de
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May Ayim.

Informationen des Unrast Verlages Münster:

Unveröffentlichte Gedichte und Texte sowie Erinnerungen früherer Wegbegleiter*innen: eine einmalige Sammlung!

Mit diesem Buch gedenken wir des 25. Todestags der afrodeutschen Dichterin und Aktivistin May Ayim, die am 9. August 1996 aus dem Leben gegangen ist.

Familienmitglieder aus Ghana, den USA und Deutschland sowie Freund_innen, Kolleg_innen und Mitstreiter_innen wie die Schriftsteller_innen Esther Andradi, Cornelia Becker und Vusi Mchunu, der Musiker Linton Kwesi Johnson und der Filmemacher John Kantara u.v.a. schildern persönliche Begegnungen mit May Ayim. Sie beschreiben den Einfluss, den sie auf ihr Leben hatte und bis heute hat, und würdigen so ihr Leben und Werk.

Darüber hinaus enthält der Band 20 bislang unveröffentlichte Gedichte, Fundstücke aus dem Nachlass der Autorin, die ein Kleinod der deutschsprachigen Literatur darstellen. Vorträge und Artikel von May Ayim sowie Interviews mit ihr runden diesen Gedenkband ab.

May Ayim. Radikale Dichterin, sanfte Rebellin zeichnet ein detailliertes Bild des abwechslungs- und facettenreich kurzen Lebens der Autorin und bezeugt die Vielfältigkeit ihres Schaffens und Wirkens.

»Wie würde May heute, 25 Jahre nach ihrem Leben, auf die Welt und auf unsere Republik schauen? Vielleicht wäre sie erstaunt darüber, wie groß und vielstimmig die Schwarze Community in Deutschland ist. Und dass ihre Gedichte auf YouTube rezitiert werden. Aber sie wäre wohl auch enttäuscht darüber, dass wir viele Kämpfe von damals noch immer austragen müssen. Welche Worte hätte sie gefunden für die Tau­senden von Menschen, die 2015 Zuflucht in Deutschland suchten? Für George Floyd und all die anderen Schwarzen Brüder und Schwestern, die verletzt und getötet wurden? Ich bin sicher, es wären starke Worte. Es schmerzt, dass May nicht da war, als der erste Schwarze Abgeordnete in den Bundestag einzog oder als die ISD ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Ich wünschte, sie hätte noch etwas länger durchgehalten, um diese Er­folge mitzuerleben. Sie, deren künstlerisches Schaffen stets ausdrückte, dass Schwarzes Leben zählt. Hätte sie doch nur gewusst, wie sehr ihr eigenes ›Black Life Mattered‹. Auch heute noch.« – Jeannine Kantara

Ika Hügel-Marshall, Nivedita Prasad, Dagmar Schultz (Hg.)

May Ayim – Radikale Dichterin, sanfte Rebellin (ISBN 978-3-89771-094-8, Erscheinungsdatum: August 2021, Seiten: 304, Ausstattung: Klappenbroschur | durchgängig farbig illustriert, Link zur Bestellung

14. August 2021
von werner@szybalski.de
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Kontakt

Der Verein May-Ayim-Ring Münster ist per Email unter kontakt@may-ayim-ring.org erreichbar.

Zur Kontaktaufnahme kann auch dieses Onlineformular verwendet werden:

Gründungssprecher*innen des Veteins May-Ayim-Ring Münster sind Clarissa Naujok und Werner Szybalski. Auf der ersten Mitgliederversammlung am Montag, dem 23. August 2021, ab 18 Uhr in der Zukunftswerkstatt Kreiuzviertel (Schulstraße 45 in 48149 Münster) solle der Vorstand komplett neu gewählt werden.